Das Blog für trnd-Projektteilnehmer: Hier gibt's die aktuellen Projektnews und Diskussionen rund um das trnd-Projekt PAYBACK Blog.

Erstes Diskussionsthema: Authentizität?

Erst einmal ganz herzlichen Dank für das große Feedback und die vielen kurzen Grüße beim letzten Eintrag von TheK - wir freuen uns sehr darüber, wie enthusiastisch Ihr alle dabei seid! Wie von TheK erwähnt, wird es heute noch mit der ersten Befragung losgehen. Bis dahin möchte ich schon mal mit einer ersten Frage an die Runde hier auf dem Blog beginnen, die ich sehr gern im Zusammenhang mit Corporate Blogs diskutieren würde: Wie sieht es aus mit der Authentizität bei einem Corporate Blog?

Vor zwei Tagen habe ich das Thema Authentizität mit anderen bei einer Podiumsdiskussion in München besprochen, und was das für Marken bedeutet. Es war gar nicht leicht, das gemeinsam zu klären. Mich würde jetzt interessieren, was das konkret für Blogs heißt: ein Blogger schreibt ja eigentlich fast immer aus einer sehr eigenen persönlichen Sicht, bemüht sich dabei sowohl glaubwürdig als auch authentisch - also sich treu - zu sein. Wenn nun ein Unternehmen bloggt, wie soll das da aussehen? Ist es für Leser eines Blogs interessant, wenn Menschen aus dem Unternehmen auch über Menschliches und Persönliches schreiben, also z.B., dass lange gearbeitet wurde, weil ein großes Projekt fertig werden musste? Oder ist das eher langweilig, und auf dem Unternehmensblog sollte eher mit einer nüchternen Sprache über Fakten und Neues aus dem Unternehmen berichtet werden? Wie seht Ihr das? Wie muss der “Tonfall” auf einem Corporate Blog sein, damit es authentisch wirkt und zugleich Spaß macht und interessant ist?

Diskussion

Meinungen der trnd-Partner

08.12.06 - 11:30 Uhr
von dangross

Meine Meinung: Gute Beispiele wie das Saftblog oder das Frosta-Blog machen es doch vor. Die Mischung macht’s wie so oft. Natürlich gehört in ein Corporate Blog auch eine persönliche Komponente. Mitarbeiter, die dem Leser das Gefühl geben, einer von ihnen zu sein. Die auch mal triviale Dinge bloggen - und dazu gehört Euer Beispiel, dass lange gearbeitet wurde. Natürlich erwartet ein Kunde eines Unternehmens, dass dort gearbeitet wird.

Interessant wirds, wenn man Hintergründe erfährt. Warum wurde länger gearbeitet? Was bringt das am Ende dem Kunden? Wer hat dort länger geschuftet? Vielleicht sogar der Chef, der Abteilungsleiter etc.? Als Autor solch eines Eintrages käme dann vielleicht eine Praktikantin in Frage. Die könnte erzählen, was es ihr gebracht hat, länger zu machen und wie toll das Team ist. Beispielsweise.

Zur Tonalität: solche persönlichen Erlebnisse sollten auch so persönlich und menschlich wie möglich rübergebracht werden. Also so, als würde die Praktikantin mir ihre Erlebnisse privat beim Kaffee erzählen.
Wenn es dann um Themen geht, die eher Mitteilungscharakter und keine persönliche Note haben, sollten diese auch sachlich und klar verständlich geschrieben sein.

Ich kann dazu nur auf unser GC-Blog verweisen. Dort hatten wir auch Einträge, die aus der Besucher-Perspektive geschrieben waren. Und eben auch Einträge, die genauso gut eine Pressemitteilung hätten sein können.

Also: dort wo Menschen direkt “betroffen” sind, würde ich die persönliche und menschliche Ansprache wählen. Bei reinen Unternehmensinfos, die Erfolge etc. zeigen, würde ich eine sachliche aber leicht verständliche Schreibe empfehlen.

08.12.06 - 11:44 Uhr
von vincente

Ich bin auch für eine Mischung!

Der Ton sollte persönlisch ansprechend sein - aber wenn jetzt z.B. Skype Blog anfangen würde von deren letzten Wochenende zu bloggen fände ich das ein wenig komisch.

Der Blog sollte die Leser mit einbinden, kleinere Vorteile verschafffen.

Es gibt nichts schöneres als z.B. einer der ersten zu sein über neue Produkte oder neues Service Features zu bloggen die man gerade auf einem Cooperate Blog gefunden hat.

Was ich auch toll finde ist zum Beisoiel das Buzz Blog von Feedburner

http://blogs.feedburner.com/buzz/

Dort werden Beiträge zu Feedburner veröffentlicht was einem einen extra ansporn gibt über Feedburner zu bloggen.

08.12.06 - 12:10 Uhr
von mauswurf

Ein Blog das rein aus Fakten und Zahlen besteht würde ich vermutlich nichtmal querlesen.

Es spricht mich an, wenn ein Unternehmen ganz klar erkennen lässt, dass es Menschen sind, die dahinter stehen.

So fände ich wesentlich symphatischer, wenn der Blog-Schreiber zB einleitend erzählt das es sich, bevor er das Tippen anfing, erstmal seinen Kaffee über die Hose geschüttet hat ( das ist ein Beispiel, er soll das natürlich nicht wirklich tun *gg* ).

Solche Missgeschicke die jedem passieren, Erlebnisse, Freude, etc. lassen ein Blog “menscheln”.
Da lese ich auch gerne weiter, wenn es zur trockener Materie übergeht ;-)

08.12.06 - 12:15 Uhr
von hcii

also ich finde den QYPE blog ein angenehmes level an persönlichem und tatsächlich relevantem.

feed://blog.qype.com/feed/

08.12.06 - 12:21 Uhr
von Dottore

Okay. “Menscheln” ist also schon wichtig. Würde ich auch so sehen, deckt sich auch mit meiner eigenen Erfahrung. dangross hat geschrieben: “käme dann vielleicht eine Praktikantin in Frage”. Seht Ihr das auch so, das man dafür ruhig eine Praktikantin nehmen kann? Oder muss es ein festes langjähriges Mitglied des Teams sein? Wie sieht es auch mit externen Leuten aus? Kann man jemanden 2 x die Woche ins Unternehmen einladen und die Person bloggen lassen? Oder ist das “unecht” bzw. “uncool” ;-)? Denn es ist schon ein Problem für viele Unternehmen, die Zeit für’s Bloggen zu finden. Daher die Frage: wie extern darf jemand beim Bloggen sein, um noch authentisch zu wirken? (Mist… da hätte ich vielleicht einen eigenen Eintrag dazu machen sollen…? Naja, kann ich ja immernoch. ;-))

08.12.06 - 12:36 Uhr
von MADbutPHAT

Einen Praktikanten mit Blogbeiträgen zu beauftragen wäre mir viel zu heikel. Sicher, der Blog sollte persönlich und menschlich geschrieben werden. Werbliche Texte und Produktbeschreibungen gehören auf die Firmenwebseite und nicht in einen Blog!

Jedoch hat ein Praktikant bei weitem nicht den Wissensstand, was interne Infos angeht, und was kommuniziert werden darf. Auch glaube ich nicht dass ein Prakti mit kritischen Kommentaren und brutalen Trackbacks umgehen kann.

Der Blog sollte also idealerweise von einem Team befüllt werden, dass sich aus Chefetage, Marketing und Produktion zusammensetzt, die neue Beiträge kurz abnicken.

Auf keinen Fall sollte jeder Beitrag über jeden Schreibtisch gehen, das würde den Blog nicht nur langsam machen, sondern auch mit jedem Schreibtisch langweiliger und unmenschlicher.

Externe Leute würde ich nicht als Blogger einsetzten. Niemand saugt in zwei Tagen Präsenz soviel Spirit eines Unternehmens auf, wie ein Mitarbeiter der täglich 10 Stunden dort knufft!

Das Bloggerteam sollte aus internen Mitarbeitern bestehen, die zunächst einen groben Leitfaden für den Blog festlegen sollten. Was wollen wir sagen? Wie sprechen wir die Leser an? Wie ist die Struktur der Einträge.

08.12.06 - 12:46 Uhr
von teilzeitheldin

Naja, also ich finde es nicht so schlimm, wenn eine Person seinen Meinungen auf dem Blog freien Lauf laesst. Bei einem ganzen Unternehmen muesse es, meiner Meinung nach, schon ein wenig vorsichtiger zugehen. Auf den Tonfall sollte sowieso, egal ob Privatblog oder nicht, geachtet werden. Schliesslich hat man einen gewissen ‘ruf’ zu verlieren ;)

Ich persoenlich faende es schon interessant, wenn geschrieben wird wie lange an einem Projekt, oder einem neuen Angebot gearbeitet wurde - oder wie aufwaendig es waere. Es sollte sehr direkt, aber nicht zu agressiv wirken & vorallem sollte, wie schon geschrieben, auf die Sprache und das Layout geachtet werden. Eine gewisse Struktur sollte es natuerlich auch haben & wie waere es vielleicht mit ein paar Fotos, oder dokumentationen?

‘Wie sieht es auch mit externen Leuten aus? Kann man jemanden 2 x die Woche ins Unternehmen einladen und die Person bloggen lassen? Oder ist das “unecht” bzw. “uncool” ;-) ?’

Dazu moechte ich noch sagen, dass ich es besser finden wuerde, wenn jemand, der wirklich Ahnung & Spaß an der Sache hat. Jemanden zu sich zu holen und dann auch noch die Eintraege schreiben lassen ist zu unpersoenlich und nehme ich auch nicht so ernst. Okay, wenn es jemand sein soll, der sich eine Meinung zu dem Unternehmen bilden soll und dann eine Art Erfahrungsbericht schreiben soll, dann waere es schon wieder interessant :)

08.12.06 - 12:55 Uhr
von mauswurf

Ich finde es kommt nicht auf die Postition des Blogschreiber an, sondern auf sein Interesse und seine Fähigkeit sich interessant auszudrücken.
Vorraussetzung ist natürlich die Verbundenheit und Vertrautheit mit dem eigentlichen Thema, nämlich - in dem Fall - Payback.

08.12.06 - 13:20 Uhr
von stevek1

Es wäre meiner Ansicht nach sinnvoll verschiedene Personen des Unternehmens wechselweise bloggen zu lassen.
Eine(n) Praktikant/in oder ne eingekaufte Kraft nur fürs Bloggen ist nicht so cool, da das wohl auf allgemeine nicht firmenspezifische oder starr vorgegebene Aussagen hinauslaufen würde.
Die Gefahr besteht allerdings auch bei Mitarbeitern der Firma, wenn die Firmenleitung zu sehr gängelt.
Wenn im Blog bloß die gleichen Dinge gelabert werden wie in der Pressemitteilung oder der (sorry) allgemeinen Selbstbeweihräucherung wie sie fast alle Unternehmen als ‘über uns ‘ Rubrik oder ähnlich haben wäre er wohl schnell tot.
Ideal meiner Ansicht nach - wie eingangs erwähnt -
Verschiedene Mitarbeiter (am besten aus verschiedenen Abteilungen) bloggen wechselweise - muß nicht starr sein, sondern so wie es die Arbeitsbelastung erlaubt.

08.12.06 - 13:22 Uhr
von Flirty

Ich finde ein Blog muss immer eine persönline Note haben, auch wenn er von einer Organisation (in dem Fall halt Payback) ist. Man braucht einfach eine feste Truppe von 2-3 Leuten oder so, die den Blog auffüllen. Dabei sollte ein durchgehender, persönlicher Stil erkennbar bleiben, ohne zu sehr in den Stil eines “privaten” blogs abzudriften.
Denn wenn alles wie in einer Zeitung geschrieben ist, dann kann man gleich eine News-Seite mit Kommentarfunktion einführen. Aber ein Blog hat bei mir einfach immer etwas persönliches - wie ein Tagebuch halt.

08.12.06 - 13:39 Uhr
von Andy

man sollte vielleicht 2 rubriken andenken, das eine persönliche erfahrungen von mitarbeitern, vielleicht auch mit vorurteilen, die sie anfangs gegen payback hatten und wie sie diese klären konnten (dabei glaubwürdig zu wirken könnt schwer werden) und mit berichten aus projekten, zum anderen hard facts, teilweise auch zu den projekten um beide seiten beobachten zu können.

summa summarum: die mischung machts!

08.12.06 - 13:45 Uhr
von Schlafmuetze

Ich bin auch der Meinug dass es auf die richtige Mischung ankommt! Denn wenn einer in diesen Blog private Sachen reinschreibt, kann er gleich seinen eigenen Machen.
Allerdings sollte auch nicht nur ‘trockene’ Fakten etc. reinkommen.
Schreiben sollte ihn schon eine Person die mit Payback vertraut ist. Also niemand von ausserhalb.

08.12.06 - 14:21 Uhr
von Dottore

stevek1 schreibt: “Verschiedene Mitarbeiter (am besten aus verschiedenen Abteilungen) bloggen wechselweise”. Sowas Ähnliches haben ja auch andere vorgeschlagen, und das ist sicher eine gute Idee. Ein Problem dabei kann allerdings sein - und das hat man häufiger bei solchen sogenannten kollaborativen Blogs - dass sich dann keiner so richtig verantwortlich fühlt. Denn wenn es mal hektisch wird, denkt ja immer jeder, dass der andere schon was schreiben wird. Und dann schreibt am Ende keiner… ;-) Da muss man also dafür sorgen, dass irgendjemand schon so eine Art “Blogwart” ist und immer darauf achtet, dass was passiert. Und die anderen vielleicht auch ab und zu mal in den Hintern tritt, im übertragenen Sinne, meine ich natürlich. ;-)

Bei PAYBACK ist derzeit geplant, dass zunächst erstmal eine Person bloggen wird, aber die Idee, dass das dann ausgedehnt wird, kann man auf jeden Fall mal diskutieren. Vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die ersten Erfahrungen gesammelt sind?

08.12.06 - 15:11 Uhr
von teilzeitheldin

Klein anfangen ist auch gut. Es waere bloed, wenn direkt fuenf Personen auf einmal bloggen wuerden, denn zu viel auf einmal lesen ist auch langweilig. Wenn man sich z.B. nur auf einen Post pro Tag einigen wuerde, dann kann man immer wieder gespannt sein, was am Tag darauf gepostet wird. So gehen die Ideen auch nicht aus und man muss nicht so viel lesen. Natuerlich ist es toll, wenn man die Berichte aus verschiedenen Sichten lesen kann. Das Thema sollte man nach & nach angehen. Zuersteinmal muesste man testen, ob die Person auch Zuverlaessig ist. Was nuetzt der beste Blogger, wenn er unzuverlaessig ist & dazu keine Lust auf den Blog hat? Nach einer gewissen Zeitspanne kann man dann ja diskutieren, ob mehrere Blogger notwendig sind :)

08.12.06 - 16:23 Uhr
von dangross

Um nochmal auf die Praktikantin zurück zu kommen: ich halte das für ne gute Idee, weil eine frische Person aus dem Unternehmen einen besseren Draufblick hat als ein Mitarbeiter, der schon jahrelang dabei ist. Die Praktikantin kann natürlich auch männlich sein und sich dann zu Äußerungen wie “spannend hier” oder “unglaublich, was hier gerade passiert” hinreißen lassen. Meine Meinung.

Zum Thema “ruhig angehen lassen”: Hier steht beispielsweise, man sollte ein Blog nicht mit weniger als fünf Einträgen starten. Ich teile diese Meinung. Und ich gehe noch weiter: ich glaube, drei bis fünf Einträge am Tag sollten es schon sein, um zu zeigen, dass sich dort was dreht.

08.12.06 - 16:24 Uhr
von dangross

Okay, grad gesehen, dass am Anfang erstmal nur einer bloggt. Gut, dann mindestens drei Einträge am Tag. Das sollte zu schaffen sein.

08.12.06 - 16:35 Uhr
von RipperRoo

Uff hab mir das grade mal alles durchgelesn und nu habt ihr meine eigene meinung hin und her geschaukelt…
ich hab zuerst nur an nen sehr sachlichen blog gedacht und hatte gar nicht an die andere möglichkeit gedacht und dachte mir dass auch so redaktionsartig…
dann kam das “menscheln” zur ansprache + praktikant(in) und dann dachte ich jo stimmt da fühlt man sich einfach gleich viel wohler auf dem blog so wie dottore das z.b. hier macht wäre das doch perfekt
und dann kam wieder so hmmmm vllt passt das ganze nicht ganz zu einer firma und fällt schon fast auf rtl2 sms chat niveau ^^(nich falsch verstehn dott)
kann mir mal bitte jmd ein paar unterschiedliche blogs von firmen hier linken?
ich werd mir jetzt nochmal dangross genannten frosta blog anguggn und hoffe dann noch auf ein wenig hilfe von euch und bilde mir dann nochmal meine eigene meinung.

08.12.06 - 16:36 Uhr
von Bass-T

Natürlich wird so ein Corporate Blog dann etwas umfangreicher und bedeutet somit zusätzliche Arbeit. Aber wenn man schon den “Schritt wagt” einen Blog zu führen und smit Transparenz vermittlt, sollte man es auch richtig tun. Sprich nicht irgendeinen Praktikanten einsetzten, der den Blog dann betreut oder vielleicht eine externe Person, die sich nicht richtig mit dem Unternehmen identifizieren kann. Dann wäre ir wieder bei Authentizität, die somit nicht rreicht wäre. Auch sollte vielleicht nicht nur positives geschriebn werden bzw. übertrieben positiv berichtet werden. Versteht ihr was ich meine? Natürlich wird kein Unternehmen in seinem eigenen Blog schlecht über die Arbeit oder das Arbeitsklima berichten, man sollte jedoch nicht übertreiben, denn sonst wirkt das alles irgendwie aufgesetzt-finde ich.

08.12.06 - 16:38 Uhr
von Bass-T

hier mal der Blog von der Magix AG. Finde der ist ganz gut gelungen, da man einen Einblick bekommt was für Leute dort arbeiten bzw wie sie so drauf sind.
http://blog.magix.net/de/

08.12.06 - 17:18 Uhr
von easteregg

Solch ein Blog sollte nicht zu trocken daherkommen und darf auf keinen Fall den Eindruck einer Firmenwebseite erwecken (es sollte also nicht nur geworben werden). Der User möchte nützliche Dinge erfahren und erhofft sich von dem Besuch einen Mehrwert; das könnten zum Beispiel witzige Storys sein oder ein paar Hintergrundinfos - vielleicht aber auch, wo der User jetzt neuerdings “punkten” kann (solange die Punkte nicht nach Flensburg wandern ;-D).

08.12.06 - 17:38 Uhr
von Dottore

dangross meint: “Gut, dann mindestens drei Einträge am Tag. Das sollte zu schaffen sein.” Ganz ehrlich? Finde ich eine ziemlich heftige Ansage! Realistischerweise muss man anerkennen, dass ein Corporate Blogger doch immer erstmal einen anderen Job hat, der meistens schon satt Arbeit bringt. Es wird so gut wie niemand extra für’s Bloggen eingestellt, und so wie ich das sehe, will das ja hier auch kaum jemand, denn Ihr schreibt ja, dass es aus dem Joballtag kommen soll. Dann aber zu erwarten, dass drei Postings am Tag kommen, ist vielleicht ein wenig viel. Denn erstens: so viel muss die Abteilung oder das Unternehmen inhaltlich erstmal hergeben… Manchmal gibt’s einfach nix Wissenswertes… Und zweitens: die Zeit ist oft einfach nicht da. Ich schaffe bei meinem Blog oft nur 2, 3 Einträge pro Woche. Und manchmal poste ich ‘ne Woche mal gar nicht. Und da hat sich auch noch keiner beschwert… ;-) Anstatt strenge Regeln festzusetzen, würde ich vermuten, dass es wichtiger ist, dass man beim Blog merkt, dass es ernst gemeint ist. Oder? Was denkt Ihr, muss es feste Quoten geben? (Mist, das wäre auch schon wieder ein eigener Eintrag…)

Wo wir beim Thema sind: über’s Wochenende bin ich leider offline, da müsst Ihr dann vielleicht erstmal unter Euch weiterdiskutieren. ;-)

08.12.06 - 17:41 Uhr
von Shinuna

nach durchlesen aller kommentare ist mir nur das eingefallen:
ich könnte mir sehr gut eine (praktikantInnen-)stelle bzw person im unternehmen vorstellen, deren (haupt-?)aufgabe es einzig & allein wäre, den blog zu füllen. im grunde könnte es ja jeder machen. doch es geht dabei um die jobdescription. es sollte ein person sein, die wohl im unternehmen arbeitet, aber es betrachtet, wie wenn sie von aussen käme, geschichten schreibt (themen im blog könnten vorerst ja vorgegebn sein, wie produkte, prämien…). es könnte sehr wohl jemand sein, der publizistik/journalismus studiert, die geschichten mit recherchen bereichert, fotos reinstellt usw. ich sehe das eher als einen fulltimejob. aber weniger als eine klassische pressearbeit, sondern eher ein wenig voyeuristisch/aufdeckerisch/recherchierend –> immer neugierig&authentisch& aber auch realistisch&ehrlich.
keine ahnung habe ich, wie man mit kritiken umgehen soll…. ausser es hat sich ein öffentlicher negativfall ereignet, dann ist der weg nach vorne sicherlich besser, als etwas zu vertuschen.

ok, das wär’s mal fürs erste. hoffe, das hat was gebracht.

08.12.06 - 17:47 Uhr
von Shinuna

@dottore: hab das erst jetzt gelesen…
das mit dem fulltimejob wird wohl nichts;-(. auch gut.
aber ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, dass das eine person macht, die praktisch nichts anderes macht, als den ganzen tag am schreibtisch sitzen und dann einen blog über das unternehmen schreibt. wo soll die denn das “wissen” herhaben? ausser es macht jemand, der “alles” weiss, doch die haben meistens nicht mehr viel zeit. und damit es auch ein wenig “menschelt”, sollte es jemand sein, der auch spass daran hat und nicht nur einen anderen “job runterspult”.

08.12.06 - 18:00 Uhr
von Flirty

Jap, da geb ich dir recht Dottore. Eine bestimmte Anzahl an Beiträgen pro Tag kann man nicht erwarten. Wie du schon gesagt hast, ist es bei mir auch… mal 3 Einträge am Tag, mal 1 in 3-4 Tagen - je nach Zeit und Lust.
Es ist wichtig, dass man merkt, dass nicht nur gebloggt wird um gebloggt zu haben sondern um den Lesern wirklich etwas mitzuteilen. Wie du schon gesagt hast… “ernst meinen” und wirklich etwas mitteilen, nicht den Blog mit nonsens auffüllen. Da verliert man nämlich schnell Leser, die auf gut Deutsch angepisst sind von all dem nutzlosen Geschreibsel…

08.12.06 - 18:20 Uhr
von hcii

also einen blog mit 3 artikeln pro tag würde ich sofort wieder aus meiner liste löschen, das kann ich mir nicht leisten zeitlich. Ich glaub nicht daß es so viel wichtiges neues zu berichten gibt. Alle drei tage ein EIntrag, aber dafür nützliche Infos - so kommen wir ins Geschäft.

08.12.06 - 18:57 Uhr
von haudenmecki

ich bin der gleichen Meinung wie hcii. Besser alle drei Tage einen sinnvollen Eintrag, als täglich drei “unwichtige”.
Ich glaube kaum jemand hat die Zeit, dass er täglich drei neue Beiträge auf einem Blog liest. Es ist auch eher unwahrscheinlich, dass alle jeden Tag auf den Blog schauen, also ist es eindeutig besser, wenn man nur alle paar Tage einen neuen Eintrag hat. Sonst kommt man mit dem Lesen gar nicht mehr nach und lasst es womöglich ganz.

08.12.06 - 19:04 Uhr
von chatforest

So blöd es klingen mag, aber zusätzlich zu der Person, die bereits im Unternehmen integriert ist und über die Abläufe Bescheid weiß, würde ich auch eine externe Person, aber hier einen Experten z. B. vielleicht einen Psychologen, ca. 1 mal monatlich für 3-4 Tage in die Firma holen, der dann auch nochmal seinen Eindruck zu Arbeitsbedingungen etc. preis gibt. Ich denke auch, dass son Blogg-Ersteller eher als Full-Time-Job zu sehen ist, der vielleicht dann auch die anderen Mitarbeiter interview und dies z. B. in Audio-/Videoausschnitten zur Verfügung stellt. Möglichst kritisches Hinterfragen. Zum Thema Regelmäßigkeit: Ich denke, wenn man nicht vorher festlegt, wir machen täglich bzw. alle 2 Tage einen Eintrag, kann es schnell passieren, dass es eben verfällt und keiner fühlt sich verantwortlich und schiebt es auf. Man will ja mit diesem Blog den Kunden mehr Transparenz bieten, daher finde ich schon, dass ich z. B. als Leser weiß, ok am Dienstag um 19 Uhr kommt jeweils ein neuer Blog.

08.12.06 - 19:48 Uhr
von simb

Mit meinem Vorredner teile ich fast die Meinung. Es sollte ein Blog-Team sein: 1 Chef (ist gleichzeitig Blogwart), 1 “normaler” MA und ein “neuer” z.B. der Praktikat. Der Chilli ist dann ein Externer bei dem aber ganz klar hervorgehoben ist, dass es sich um einen Externen handelt. So bekommt man möglichst viel Facetten des Unternehmens bzw. eine Story aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu lesen und dass macht für mich dann ein Unternehmen auch menschlicher. Somit ist auch das Thema Sprache gegessen, denn Werbe-Wunder-Wasch-mich-aber-mach-mich-nicht-Nass-Blabla gibt es auf der regulären Website. Der Chef etwas förmlicher und der Praktikant wie ihm der Schnabel gewachsen ist.

Grundsätzlich verstehe ich eh nicht ganz die häufige Sorge, warum MA’s auf einem corporate blog über die Firma herziehen oder Geheimnisse offenbaren sollten. Ich glaube einfach immer noch daran, dass die MA’s die ein Blog pflegen sollen auch instinktiv wissen, was geht und was nicht. Keiner sägt doch freiwillig am eigenen Stuhl und wenn doch, dann gehört er nicht in die PR-Abteilung eines Unternehmens, oder?

08.12.06 - 20:18 Uhr
von mampf

Um ein Gefühl der Authentizität zu erreichen, müssten die schreibenden Personen von sich aus berichten, eigene Gefühle und Gedanken einbringen und nicht auf einer klassischen PR-Schine denken. Sobald das Gefühl aufkommt, das Werbung betrieben wird, oder das Image bewusst gesteuert wird, dürfte das ganze nach hinten losgehen. Eine professionelle, aber ungezwunene Athomsphäre ist dafür ideal. Zusätzlich können entsprechende Bilder, z.B. bei einer regelmäßigen Vorstellung von Mitarbeitern mit einem Bild ihres Arbeitsplatz ein Gefühl der Intimität vermitteln und damit der gefühlten Authentizität helfen. Es darf aus diesem Gesichtspunkt ruhig auch die Praktikantin schreiben.
Zu Thema der Zahl der Beiträge: 3 Stück pro Tag ist weit übertrieben, das würde kaum mehr wahrgenomen werden und es ist wohl auf Dauer kaum durchzuhalten, entsprechend hochwertigen Content zu produzieren. Eine paar Beiträge pro Woche in unregelmäßigen Abständen sind sicherlich ausreichend, solange der Inhalt stimmt.

08.12.06 - 21:00 Uhr
von Andy

eine festsetzung der anzahl von blogeinträgen pro tag/woche halte ich für absolut falsch! zum einen wirken haufen einträge pro tag schnell eher nervend als informativ (sättigungsgrad) zum anderen wirkt es schnell gezwungen, das blog sollte nicht gemacht werden, weil sowas ein must have ist, es sollt zur unternehmenskultur passen und die kultur kann man nur rüberbringen, wenn die einträge eben wie oben vielfach scho erwähnt authentisch sind. also votier ich ganz klar für say what you want, when you want!

08.12.06 - 22:44 Uhr
von Der Dennis

Hab bisher nur quer gelesen hier.

Die Idee mit dem Praktikanten der das ganze als Job macht finde ich gut! Kam mir auch in den Sinn und ich bin hier nur zu spät dran ;-).

Also jemanden suchen die evtl. über ein früheres Praktikum, Verwandschaftsverhältnis mit dem Chef (kommt bei einem Unternehmen in der Größenordnung von PAYBACK wohl eher nicht in Frage, oder? oder was weis ich. Diese Person bekommt jede Woche eine zu definierende Anzahl an Themenvorschlägen die umgesetzt werden müssen. Dazu führt die Person Recherchen durch, sitzt mit den Mitarbeitern beim Mittag zusammen, arbeitet an der einen oder anderen Stelle mit und berichtet am Ende darüber. Oder nicht am Ende sondern immer mal zwischendrin! DAS wirkt meiner Meinung nach Authentisch. Und es befriedigt den Drang vieler Menschen von Außen auf Dinge zu blicken und sich an Freude, Leid, Missgeschicken anderer Menschen zu ergötzen!

Wenn dieses Modell eine Variante ist, würde ich nicht die Anzahl an Einträgen vorgeben, sondern die Anzahl an Themen pro Woche oder Monat. Was dabei an Beiträgen rauskommt wäre mir (zumindest wenn man nur die Masse betrachtet) egal! Das eine Thema gibt viele kleine Beiträge her und das andere eher nur einen großen Beitrag! Ich finde ein Blog lebt auch von Unregelmäßigkeiten! Wenn das ganze streng nach Schema F aufgezogen wird, dann stört schon alleine das die Authentizität. Dann wäre es scheiss egal wer bloggt!

08.12.06 - 22:53 Uhr
Trackback von Dennis-Sagt.de » Blog Archive » trnd.com

[…] Na ja. Dafür ist die aktuelle Diskussion zu dem Thema recht interessant. Grob gesagt dreht es sich um das Thema “Authentizität von Corporate Bloggs”. Viele interessante Ansätze findet man da in den Kommentaren. […]

09.12.06 - 1:11 Uhr
von kueken

also meiner meinung nach sollten den blog zwei leuts betreiben, da man ja doch immer sehr seine eigene meinung vetritt und ich es doch ganz nett fände, wenn dann 2 verschiedene dort ihren Send dazu geben…
denke der blog sollte intressant geschrieben werden, sicherlich auch mit persönlichen dingen, aber vielleicht net unbedingt, dass sie ja so lange gearbeitet haben, hört sich dann eher mitleidserweckend an :d
ne praktikantin sollte meiner meinung nach dafür auf gar keinen fall eingesetzt werden, hat zu wenig ahnung, ist meist nur für ne bestimmte zeit da, somit würde der ,,chef” des blogs ständig wechseln
wieviel gepostet werden soll? soviel es halt intressantes gibt, nur ich selber fände jeden tag nen neuen eintrag schon fast zu viel…

09.12.06 - 11:31 Uhr
von dangross

Drei Einträge am Tag sind zu viel? Und die Praktikantin kommt auch nicht so gut an, was? Okay, dann will ich das mal etwas anders formulieren bzw. erklären.

Die Praktikantin, respektive der Praktikant, war von mir gedacht für einzelne Geschichten. Später hieß es dann ja, dass nur eine Person bloggen soll. Okay, das sollte dann nicht der Praktikant machen sondern wirklich einer aus dem festen Team. Mir kam die Praktikantin nur in den Sinn für einzelne Einträge, für persönliche Sichtweisen. Eben weil es jemand ist, der noch nicht so betriebsblind und verwurzelt ist wie einer, der bereits fünf Jahre dabei ist. (seit wann gibts eigentlich Payback?)

So, und die drei Einträge pro Tag sind ein Richtwert. Das Saftblog beispielsweise hat mal drei, mal zwei und auch mal einen Tag keinen Eintrag. Natürlich darf es nicht zu viel werden, allerdings sollte gerade in der Anfangszeit aber so ein Blog auch nicht schlafen und erstmal zeigen, was es kann und was die Besucher davon zu erwarten haben. Und ein Artikel kann ja auch nur aus einer Bildmeldung bestehen. Foto, etwas Text dazu, fertig. Das hat manchmal mehr Charme als ein riesiger Beitrag, den eh keiner liest.

Also: regelmässig bloggen, mehrere Blogger benennen, kleine aber interessante Artikel. Dann klappts glaube ich mit der Authentizität.

[…] Beim trnd-Projekt PAYBACK-Blog dreht sich gerade alles um das Thema Authentizität und wie diese bei einem Corporate Blog erreicht werden kann. Mein Vorschlag, persönliche Dinge nicht außen vor zu lassen, kam in der Diskussionsrunde bislang recht gut an. Allerdings meinten einige, eine Praktikantin oder das männliche Pendant dafür zu beschäftigen, wäre der falsche Weg. Find ich nicht. Gerade die persönlichen und “menschelnden” Artikel könnten von jemandem, der quasi noch einen Draufblick hat und nicht betriebsblind ist, unterhaltsamer und leichter geschrieben werden als von Leuten, die jahrelang dabei sind. Natürlich soll eine Praktikantin nicht alleinige Autorin werden, dafür fehlt ihr dann wieder das nötige Insiderwissen. Auch beim Thema Häufigkeit war man “empört” über meine Meinung, drei Einträge pro Tag sollten zu schaffen sein. Okay, für eine Person, die nebenbei noch arbeiten muss, sicher nicht. Aber wenn man drei, vier Leute hat, dürfte das klappen. So recht einig, wie viele denn nun bloggen sollen, scheint man sich noch nicht zu sein. Ich würde mehreren Mitarbeitern die Möglichkeit geben, zu bloggen. Und jemanden einsetzen, der dafür sorgt, dass sich keiner auf den anderen verlässt – und man am Ende verlassen ist. Die Umfrage, die derzeit läuft, haben einige sofort beendet, ohne Antworten zu geben, wie sie schreiben. (nur für trnd-Mitglieder sichtbar). Gefragt wurde nach möglichen Inhalten des PAYBACK-Blogs. Scheinbar waren vielen aber die Fragen bereits zu konkret, so dass sie vermuteten, ihnen würden Antworten in den Mund gelegt. Kann ich nicht nachvollziehen. Denn zu jeder Frage war ein Kommentarfeld, in das man seine eigenen Meinungen und Gedanken dazu schreiben konnte. Wem die Fragen und möglichen Antwortvorgaben also nicht passten, konnte dort präzisieren, was ich auch nutzte. Bin gespannt wie es weitergeht – und ob unsere Meinungen denn auch wirklich ernst genommen und in das Blog integriert werden. «   […]

[…] Im Trnd Projektblog läuft derzeit die erste Umfrage zum Thema: “Authentizität von Corporate Blogs“ Posted by sven Filed in Persönliches […]

09.12.06 - 21:24 Uhr
von MADbutPHAT

Zur Beitragsfrequenz würde ich sagen dass drei Beiträge pro Woche reichen sollten, mehr würde meiner Meinung nach auch nicht wahrgenommen werden.

10.12.06 - 13:32 Uhr
von mauswurf

ich finde mehrfache einträge pro tag nicht wirklich gut : zum ersten kann es schnell langweilig werden, weil es nicht ständig was neues zu erzählen gibt, zum anderen hat der gemeine user sicher weder zeit noch lust ständig ins blog zu klicken um den faden nicht zu verlieren.

falls mehrere autoren schreiben sollten, fände ich eine gewisse regelmässigkeit ganz schön : so nach dem motto “montags redet die praktikantin”, “dienstags der controller”, etc.

falls es in dem blog eine diskussionsmöglichkeit geben soll, könnte man auch zB einmal die woche den kunden zu wort kommen lassen ?! fragen, beschwerden, lob, erfahrungen mit payback und eben die möglichkeit sich darüber auszutauschen.

10.12.06 - 18:55 Uhr
von theFIRME

na, hier wird ja schon richtig was getan.toll, so viele meinungen,gesichtspunkte, anregungen schon bei einem einzigen stichwort!
es wird schwierig werden, den goldenen mittelweg zu finden.natürlich verspricht sich eine firma bei so einem aufwendigen projekt, das am ende was für sie herauskommt. nun, alleine schon in punkten wie marktforschung, kundenbindung bzw. identifizierung mit der marke, weil man sich ernstgenommen fühlt…unbezahlbare gesichtspunkte en mass!
aber sorry, ich komm nicht zum punkt.
wie soll sich z.b. ein mitarbeiter verhalten, wenn er negatives berichten möchte? wird er dann klartext reden oder aus verständlichen gründen zumindest mit der schere im kopf schreiben?
bewusst oder nicht spielt erstmal keine rolle, aber hier ist doch schon mal ein punkt, wo authenzität evtl. auf der strecke bleibt.
als kunde hab ich dies problem ja eher nicht, ich kann beruhigt meinen gedanken freien lauf lassen - aber die mitarbeiter?
bin grad dabei, nach beispielen zu suchen um mal zu sehn, wie das woandersfunktioniert.
hier werden ja auch schon beispiele genannt!bisher hab ich mich ja eher mit ganz anderen themen befasst.
so, nu aber noch ein wenig advent zum abend, darum genug für heut.
gruss an alle mitstreiter und noch `nen schönen 2ten advent!

10.12.06 - 19:25 Uhr
von theFIRME

nachdem ich das ganze hier nochmal durchlesen hab und es gesackt ist, fällt mir auf das m.e. viel zuviel wert auf die frage “wie oft und wer” gelegt wird.
erstmal muss ein so umfangreiches objekt natürlich von verantwortlichen personen betreut werden. hiermit wäre ein praktikant/in sicher überfordert. das ganze erfordert schon ein gewisses know how in vielen bereichen - wahrscheinlich wird es da eher mehrere personen mit verschiedenen sachgebieten geben.
ein praktikant hat und soll natürlich auch aus seiner sicht beiträge liefern, eben weil er/sie noch nicht so in der routine gefangen ist!
wie oft bestimmte feeds kommen sollen, dürfen find ich eher (zumindest noch) völlig unbestimmbar. erstmal kommt es auf aktualität an, dann den bereich um den es geht und vieles mehr.
wozu also jetzt versuchen, schon bestimmte vorgaben zu machen? vieles wird sich eh von selbst einpendeln, kommt ja auch auf das feedback der user/kunden an - haben die viele fragen oder gibt es aktuelle sachverhalte, die plötzlich auftauchen, wichtig werden.
sicher gibt es auch strukturierte bereiche, wo man vorgaben geben kann - das alles wird ja zu klären sein in der nächsten zeit.
ausserdem gibts ja auch die möglichkeit, auf aktuelles flexibel zu reagieren, denke z.b. an newsticker o.ä.
ich glaube, um so mehr an themen und menschen auftauchen, berichten um so spannender und lebendiger wird der blog und damit wächst die attraktivität! umso mehr mitarbeiter aus ihrer welt berichten umso authentischer kann es auch werden.
muss natürlich nicht(siehe vorigen post von mir).
so nu aber wirklich die kerzen an, schliesslich hab ich kiddies!

10.12.06 - 21:30 Uhr
von Flirty

Bei deiner Frage nach “Wer könnte dort schreiben”, bzw auch der allgemeinen Frage danach, fällt mir etwas nettes ein:

Wie wäre es, wenn vllt sogar der Chef (oder Vorstand) von Payback mitbloggen würde. Klar müsste man dort einen etwas aufgeschlosseneren Menschen finden, doch wäre es für die Leser sicher interessant - vllt auch nur alle paar Tage / Wochen - mal etwas aus dem “Mund” der Führungsebene zu hören.
Auf die gleiche Weise könnte dann auch ein Praktikant aus seinem Alltag erzählen bzw eben aus seiner Sicht.

10.12.06 - 23:06 Uhr
von mampf

Die Entscheidung, wer in dem Blog schreiben wird hat auch Auswirkungen auf die wahrgenommene Authentizität: wenn einzige Person ersteinmal die Artikel schreibt, wird das sicherlich jemand sein, der entsprechende Erfahrung mit dem Thema hat. Das dürfte für eine gewisse Professionalität sorgen, hat aber auch die Gefahr, dass das Blog nur als weiteres PR-Element wahrgneommen wird. Das Beispiel FROSTA-Blog zeigt, das gerade die ‘Gast’beiträge der anderen Mitarbeiter einer Firma etwas besonderes sind. Da spürt man beim lesen richtig, wie der Autor des Artikels aufgeregt ist, weil er seinen ersten Artikel schreibt und weil er das erste mal direkten Kontakt mit seinen Kunden hat und hofft, dass das Feedback kommt und gut ausfällt. Die fehlende Medienerfahrung, die ungewöhnliche Schreibe, das zaghafte herangehen macht solche Artikel lebendig, weil man merkt, das dort ein ganz normaler Mitarbeiter schreibt und nicht die PR-Abteilung. Und genau die will man im Blog nicht (oder nicht nur) lesen. Wenn man damit geschickt umgeht, wirkt das Blog nicht unprofessionell, sondern einfach Authentisch.

11.12.06 - 11:36 Uhr
von Dottore

Wie angekündigt, musste ich mich über das Wochenende hier leider ausklinken… Vielen Dank für die enorm vielen durchdachten Kommentare, die in der Zwischenzeit hier gepostet worden sind! Es ist schwer, eine Zusammenfassung zu schreiben und dabei alle Stimmen ordentlich zu berücksichtigen. Dennoch habe ich den Eindruck, als ob allgemein ein Verständnis dafür da ist, dass die Geschäftsrealität es schwer macht, mehrfach am Tag zu posten, und dass man vom Ansatz her eher versuchen sollte, einfach immer wieder und authentisch zu posten, so die Zeit erlaubt, ohne aber zu große Lücken zu lassen. Und das zweite ist, dass viele die Idee interessant zu finden scheinen, dass jemand mit einem Blick von außen (Praktikant/-in?) das Leben und Arbeiten im Unternehmen beobachtet und so einen unverstellten Blick auf das Geschehen erlaubt. Wie groß das “Team” sein sollte, das sich um das Bloggen kümmert, ist vielleicht noch ein wenig offen, aber es herrscht wohl auch Einigkeit, dass mehrere Stimmen besser sind. Damit könnten wir es hier vielleicht erstmal belassen? Ich werde einen neuen Gesprächsfaden in einem anderen Post aufmachen, sonst wird der Thread hier vielleicht ein wenig lang…?

[…] Nachdem wir im letzten Post sehr ausführlich über Authentizität, und dann im Anschluss darüber diskutiert haben, wer auf einem Corporate Blog bloggen sollte, wäre jetzt interessant zu erfahren, wie Ihr den Umgang mit Kritik seht. Unternehmen machen Marketing und sind daher natürlich immer daran interessiert, ihr Angebot im besten Licht dargestellt zu sehen. Fast so ein wenig, wie wenn man als Single zu einer Party geht. Da möchte man nicht, dass jemand erzählt, dass man Mundgeruch hat, oder dass man zu Wutausbrüchen neigt. Denn man möchte ja “im Markt” als attraktiv wahrgenommen werden. […]

[…] Hier diskutieren wir also, wie die Mitglieder des Projektes allgemein das Thema Corporate Blogging und seine verschiedenen Facetten sehen. Indem wir Fragen stellen, Eure Meinungen in den Diskussionen erleben und uns austauschen, können wir (Nina macht ja hier auch immer wieder bei den Diskussionen mit) verstehen lernen, wie im PAYBACK Blog gepostet werden sollte. Ein wichtiges Thema zu Anfang war ja beispielsweise, dass sich viele wünschen, dass auf dem neuen Blog von verschiedenen Leuten aus dem Unternehmen gebloggt wird. Nun stehen dafür von Anfang an leider noch nicht die Ressourcen zur Verfügung, aber es ist eine interessante Anregung, schon jetzt nach Leuten bei PAYBACK aus unterschiedlichen Abteilungen zu suchen, die mittelfristig das Blog Team unterstützen könnten. Insgesamt sollten die Diskussionen hier auf dem Blog als eine Art Gruppendiskussion gesehen werden, aus der wir viele Anregungen und Eindrücke für den Betrieb des Blogs mitnehmen. […]

[…] Die Anregung “verschiedene Leute aus dem Unternehmen bloggen” ist sehr gut (siehe Diskussion hier) und wir haben sie intern gestern nachmittag besprochen. Bei bestimmten Themen bietet es sich ja an, unterschiedliche Sichtweisen reinzuholen. Die nächsten Tage werde ich Kollegen ansprechen, von denen ich mir vorstellen kann, dass sie so etwas sicher interessieren würde. Es müssen halt Leute sein, die das mit Spaß angehen und bei denen es das Arbeitspensum zulässt. Trackback URL […]